|
Das Format: 120 x 120 mm, ein Viereck mit 4 gleichen Seiten und 4 rechten Winkeln.
UnderCover sind Minus–Bücher, schwarze Löcher der Buchmarktgalaxy. Sie stellen sich den Kriterien ISO 2108–1972 und DIN 1262 mit all dem entgegen, was sie auszeichnet: das Spiel mit den Gesetzen von Literatur, Handwerk und Markt.
UnderCover lugt über Grenzen als Multiple hinaus, wenn man Sprach– und OrdnungsMotive seriell durch die Gattungen dekliniert: Rauminstallationen entstehen mit und/oder den Objektbüchern, die einen neuerlichen Zugriff auf das Medium Sprache ermöglichen.
Bei UnderCover geht nicht um ein Bücherregal klassischer Prägung; sprich: gut abgehangene bildungsbürgerliche Präsenz und von den Zeitläuften durchgehangenes Material
Die UnderCover –Künstler suchen nicht nach erfurchtgebietend gebundenen Büchern, die uns den Rücken zukehren. Hier wird keine Literatur präsentiert, die sich von uns abwendet.
Die neuen Medien sind Werkzeuge, die einen anderen Zugriff auf das Medium Sprache ermöglichen und einen anderen Rückblick auf die schützende Hülle, mit der sich die Literatur seit Gutenbergs genialer Erfindung bleischwer ummäntelte. Die Lesbarkeit der Welt ist verloren gegangen. Papier ist geduldig, würde es sich wirklich wehren… wäre es um den Zustand der Literatur wahrscheinlich besser bestellt. Sollte es einen erweiterten Kunstbegriff geben, könnte die schwarze Kunst in UnderCover einen Quantensprung in ähnliche Dimensionen vollziehen. L.I.T. 2000 = Logistik, Information, Transfer!
Aufklapp: Aus dem Viereck wird ein Parallelogramm (120 x 240) mit 4 rechten Winkeln… UnderCover sind Bücher einer Zurschaustellung, unterteilt in ein ABC, bei dem die Katze andere Abdrucke hinterliess als gängige Fußspuren.
|